So funktioniert Mühle
Ziel: Bringe den Gegner auf weniger als drei Steine oder blockiere ihn, sodass er nicht mehr ziehen kann.
Setzphase
- Du und der Computer setzt abwechselnd je 9 Steine auf freie Punkte.
- Bildest du eine Reihe aus drei eigenen Steinen (eine "Mühle") – waagerecht oder senkrecht entlang der Linien – darfst du sofort einen gegnerischen Stein entfernen.
- Steine, die selbst Teil einer gegnerischen Mühle sind, dürfen nur entfernt werden, wenn der Gegner keine anderen Steine mehr hat.
Zugphase
- Sind alle Steine gesetzt, zieht ihr abwechselnd einen eigenen Stein auf einen freien, direkt verbundenen Nachbarpunkt.
- Hat ein Spieler nur noch drei Steine, darf dieser "fliegen" – also auf jeden beliebigen freien Punkt ziehen.
- Auch beim Ziehen gilt: eine neue Mühle erlaubt das Entfernen eines gegnerischen Steins.
Klicke zum Setzen direkt auf einen freien Punkt. Zum Ziehen erst deinen Stein anklicken, dann das Ziel. Deine Siege werden lokal in diesem Browser gespeichert.
Geschichte
Mühle zählt zu den ältesten bekannten Brettspielen der Menschheit: Ein in einen Dachstein des Tempels von Kurna in Ägypten geritztes Spielfeld wird auf etwa 1400 v. Chr. datiert, ähnliche Bretter aus der Bronzezeit fanden sich in ganz Europa und Asien. Auch römische Legionäre spielten eine Variante, und selbst Shakespeare erwähnt das Spiel in „Ein Sommernachtstraum" – dort heißt es, „the nine men's morris is filled up with mud". Damit ist Mühle vermutlich über 3000 Jahre alt und wird bis heute nahezu unverändert gespielt.
Strategie-Tipps
- Setze in der Anfangsphase bevorzugt auf Kreuzungspunkte mit vier Verbindungslinien – von dort hast du die meisten Zugmöglichkeiten.
- Achte auf Doppelmühlen: zwei Mühlen, die sich durch Hin- und Herziehen eines einzigen Steins abwechselnd öffnen und schließen – so entfernst du in jeder Runde einen gegnerischen Stein.
- Blockiere frühzeitig, wenn der Gegner kurz vor dem Schließen einer Mühle steht, statt nur die eigene Mühle zu verfolgen.
- Mit nur noch drei Steinen darfst du „fliegen" (beliebig ziehen) – oft die letzte Chance, doch noch eine Mühle zu bilden.